Kappl Münchenreuth

Dreifaltigkeitskirche

Die Dreifaltigkeitskirche Kappl (auch: Kappel) nahe dem etwa 600 Meter hohen Glasberg im Kohlwald bei Waldsassen zählt zu den eigenartigsten Kirchenschöpfungen Deutschlands. In ihr ist die göttliche Dreifaltigkeit als Architektursymbol meisterhaft dargestellt. In allen Bauteilen dominiert bei diesem Gotteshaus die Zahl drei. Im Außenbau ist der Gedanke der Dreieinigkeit in den drei Türmen und den drei Dachreitern mit Zwiebelhauben versinnbildlicht.

Auch in der Innenausstattung tritt der Gedanke der Trinität in Erscheinung. Den Innenraum bilden drei Konchen, die sich um ein gedachtes gleichseitiges Dreieck legen. Über den dreimal drei Altären wölben sich drei Halbkugeln und in den drei Ecken des Grundrisses stehen drei Säulen. Die in einem diffusen pseudobarocken Stil gehaltenen drei Deckengemälde wurden vom Maler Oskar Martin-Amorbach in den Jahren 1934–1940 geschaffen, nachdem die ursprünglichen barocken Fresken durch einen Brand im Jahre 1880 vernichtet worden waren. 1734–1738 wurde eine Orgel mit zwölf Registern auf zwei Manualen und Pedal gebaut. Die Orgelbauer waren Joh. Franz Fasmann, David Schmidt, Hans A. Pleyer und Leopold Goll; diese Orgel scheint trotz verschiedener Umbauten und Reparaturen noch relativ viel originalen Bestand zu besitzen.